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Innovative Lösungen

Multimodale Angebote: E-Carsharing und öffentlicher Verkehr

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Einer schnellen Verbreitung von Elektroautos stehen Reichweiten- und Kostennachteile gegenüber konventionellen Pkw im Wege. Die Kombination von E-Carsharing und öffentlichem Verkehr verspricht einen Lösungbeitrag.

Elektroautos im individuellen Personenverkehr können einen wesentlichen Beitrag zur Minderung von Schadstoffemissionen in Städten leisten. So werden seit einigen Jahren erneut batterieelektrische Fahrzeuge entwickelt. Während bis vor Kurzem Elektromobilität eher ein Thema für Autoumrüster sowie Spezialanbieter war, haben über die staatlichen Förderprogramme in Europa, den USA aber auch in Asien mittlerweile alle großen Automobilhersteller Elektroautos in Entwicklung bzw. bereits im Markt platziert.

Die Fahrzeuge zeichnen sich allerdings im Gegensatz zu konventionellen Pkw durch eine geringere Reichweite, höhere Anschaffungskosten und unsichere Wiederverkaufswerte aus. Trotz technischer Weiterentwicklung und Massendegressionseffekten werden diese Nachteile mittelfristig partiell bestehen bleiben. Der Verkauf von Elektrofahrzeugen wird sich – wenn überhaupt – nur auf lange Sicht zu einem Massengeschäft entwickeln. Für die Umsetzung der Ziele der Bundesregierung sind deshalb heute alternative Lösungsansätze zur Einführung der Elektromobilität gefragt, die zugleich den privaten, gesellschaftlichen und unternehmerischen Anforderungen gerecht werden.

Ein möglicher Ansatz ist die Integration von Elektrofahrzeugen in Flottenanwendungen, wie dem Carsharing mit häufigen Kurzstreckeneinsätzen und hoher Auslastung. Elektromobilität in Verbindung mit Carsharing kann sowohl die Nutzungs- als auch die Energieeffizienz im städtischen Straßenverkehr erhöhen. Es bietet das Potenzial, gerade in verkehrsreichen Innenstädten konventionelle Fahrzeuge zu ersetzen und somit Schadstoffbelastung und Parkplatzmangel zu reduzieren. Carsharing verspricht eine höhere Nutzungseffizienz und bietet die Möglichkeit, die höheren Anschaffungskosten von Elektroautos auf eine Vielzahl von Nutzer zu verteilen. Darüber hinaus weisen Elektromotoren eine hohe Energieeffizienz auf, sind lokal schadstofffrei und leise. Durch den konsequenten Einsatz von Ökostrom kann auch den globalen Klimazielen Rechnung getragen werden.

Die Befriedigung des gesamten Mobilitätsbedarfs über elektrisches Carsharing erscheint nicht nur vor dem Hintergrund der Reichweitenbegrenzung wenig sinnvoll. Eine Einbettung bzw. Integration des elektrischen Carsharing und weiterer elektrischer wie auch nicht elektrischer Zweiradlösungen in das System des öffentlichen Verkehrs vermag hingegen den situativen Mobilitätsanforderungen gerecht zu werden. Es kombiniert die Stärken der einzelnen Mobilitätsangebote sinnvoll.

 Die Integration von elektrischen Carsharing-Autos in den öffentlichen Verkehr ist mit technischen und wirtschaftlichen Risiken verbunden. Ob dieser multimodale Ansatz geeignet ist, die Ziele der Bundesregierung zu unterstützen, bedarf eingehender Analysen und Praxistests. Erste Erkenntnisse dazu konnten im Rahmen des BMVBS-Forschungsprojektes Berlin elektroMobil – BeMobility in der Zeit von September 2009 bis November 2011 gesammelt werden. Ab Dezember 2011 sollen aufbauend auf diesen Erkenntnissen im Folgeprojekt „Berlin elektroMobil 2.0“ die Ansätze verbessert, das Angebot erweitert und weitere Aspekte erforscht werden. Das Projekt wurde im weiter geführten Forschungsprogramm „Modellregionen Elektromobilität“ des BMVBS zur Förderung eingereicht.

Letzte Aktualisierung: 13.01.2012

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http://www.heise.de/tr/artikel/Intermodal-reisen-1283763.html
http://www.zeit.de/auto/2011-04/verkehr-vision-2050
http://www.wiwo.de/technologie/auto/mobilitaet-nahverkehr-im-teufelskreis/5788200-6.html
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,692210,00.html

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