Fragen & Antworten
Das Wichtigste zu BeMobility im Überblick
Projekt
- Was ist das Ziel von BeMobility – BerlinElektroMobil und wie wird es umgesetzt?
- Weshalb ist die Integration von Elektrofahrzeugen in den öffentlichen Verkehr so wichtig?
- Wer kann sich als Nutzer für die Pilotphase bewerben?
Fahrzeuge
- Welche Elektrofahrzeuge kommen zum Einsatz?
Region
- Warum die Region Berlin/Potsdam?
- Wie hängt das Projekt mit den anderen Berliner Projekten zu e-Mobilität zusammen?
- Wodurch unterscheidet sich BeMobility von den anderen Modellregionen?
Zeitrahmen
- Wann beginnt, wann endet das Projekt?
- Wann gibt es die ersten Fahrzeuge auf der Straße?
- Wann gibt es erste Ergebnisse und wo finde ich die?
Weitere Fragen
- Welche Partner stehen hinter BeMobility und was bringen diese in das Projekt ein?
- Wie wird das Projekt finanziert?
- Ist der Strom bei BeMobility CO2-frei?
1. Was ist Ziel von BeMobility – BerlinElektroMobilund wie wird es umgesetzt?
Das Ziel des Projektes ist es, Elektrofahrzeuge in den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu integrieren und dadurch intelligente Mobilitätslösungen anzubieten, die flexibel, einfach und umweltgerecht sind. Damit das gelingt, braucht es Antworten auf drei wichtige Fragen:
- 1. Welche Bedürfnisse haben die Kunden?
- 2. Wie lässt sich das Projekt technisch umsetzen?
- 3. Wie lässt sich die Infrastruktur für die Fahrzeuge in die Stadt integrieren?
Die Begleitforschung von BeMobility - BerlinElektroMobil dient zur Beantwortung dieser Fragen. Dabei gliedert sich die Begleitforschung in drei Phasen: Labor, Entwicklung und Pilot.
In der Laborphase wurden bereits mögliche Bedürfnisse von Nutzern heraus gearbeitet und analysiert. Auf dieser Basis wurden dann konkrete Mobilitätsprodukte entwickelt.
In der Entwicklungsphase wird die notwendige Technik ausgiebig getestet (u.a. der Ladestationen). Mehrere Ladestationen wurden hierfür bereits im Zentrum Berlins aufgestellt. In der physischen Erprobungsplattform werden während des ganzen Projektes weitere Tests statt finden. Die Erprobungsplattform befindet sich auf dem Campus des Europäischen Energie Forums (EUREF) beim Schöneberger Gasometer.
Die Pilotphase ist der Teil der Begleitforschung, der die Nutzererfahrungen und -akzeptanz erhebt. Potentiale und Probleme der zukünftigen Nutzung sollen ausfindig gemacht werden. Dazu können ab Herbst 2010 bis zu 40 Elektroautos und rund 50 Pedelecs (Elektrofahrräder) in Berlin und Potsdam ausgeliehen werden: An einigen Berliner Carsharing Stationen stehen schon die ersten Elektrofahrzeuge zum Abfahren bereit.
2. Weshalb ist die Integration von Elektrofahrzeugen in den öffentlichen Verkehr so wichtig?
Elektroautos sind perfekte Stadtautos: Sie ergänzen den ÖPNV und sind darüber hinaus emissionsfrei (wenn mit Ökostrom betrieben), leise und mit einer Reichweite von 100 bis 200 km für mittlere Strecken bestens geeignet. Doch in wichtigen Bereichen hinken sie noch hinter Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor hinterher. So sind Elektroautos etwa doppelt so teuer und das Netz an Elektroladestationen ist mit der engmaschigen Präsenz von Tankstellen nicht vergleichbar. Da Batterie und Kühlung der Elektrofahrzeuge noch viel Platz brauchen, ist der Laderaum der e-Autos meist gering.
Die Integration von Elektrofahrzeugen in den ÖPNV kann die Stärken der verschiedenen Verkehrsträger kombinieren, sodass flexible, bequeme und umweltfreundliche Mobilität möglich wird. Die Kombination von Bahn, Elektro- und Hybridautos und (Elektro-) Fahrrädern als öffentliche Angebote erfordert allerdings, Mobilität neu zu denken, neu zu erfinden und vor allem: neu zu erfahren. Dazu soll BeMobility - BerlinElektroMobil seinen Beitrag leisten.
3. Wer kann sich als Nutzer für die Pilotphase bewerben?
In der Pilotphase soll die Alltagstauglichkeit der Projektideen getestet werden. Deshalb suchen wir Menschen aus dem Raum Berlin/Potsdam, die den öffentlichen Verkehr nutzen und Spaß daran haben, uns ihre Erfahrungen mit den Elektrofahrzeugen und auch ihre Verbesserungsvorschläge mitzuteilen.
Sie möchten Testnutzer werden? Bitte melden Sie sich über die Projekthomepage als Testkunde bei flinkster, dem Carsharing der Deutschen Bahn, an. Die Anmeldegebühr in Höhe von 50 Euro wird Ihnen als Fahrtguthaben zu 100% gutgeschrieben. Wenn Sie bereits Kunde des DB Carsharing sind, können Sie bereits jetzt loslegen.
Bitte unterstützen Sie uns und lassen Sie sich von uns befragen. Wir sind auf Ihre Eindrücke und Erfahrungen angewiesen, damit wir unsere Angebote weiterentwickeln können. Als Neukunde aktivieren Sie bei der Anmeldung das entsprechende Kästchen, als Bestandskunde gehen Sie bitte in Ihrem Kundenkonto auf „Persönliche Daten“ und stimmen dort einer Befragung zu. Nach der Befragung erhalten Sie eine Aufwandsentschädigung i.H.v. 50 Euro als Fahrtguthaben. Weitere Informationen zur Befragung finden Sie auf der Projekt-Homepage.
4. Welche Elektrofahrzeuge kommen zum Einsatz?
Wir werden eine Reihe unterschiedlicher PKWs in das Projekt einbinden, vom Smart electric drive über den neuen Toyota Prius bis hin zu größeren Autoklassen. Darüber hinaus werden Pedelecs angeboten. Dies sind Räder, bei denen die Tretkraft der Fahrer elektrisch verstärkt wird, zum bequemen Bergauffahren oder einfach nur für das Extra an Fahrtwind.
Mieten lassen sich bereits Fahrzeuge vom Typ Toyota Prius Plug-In Hybrid, Citroen C1 und Smart electric drive. Weitere Typen an Elektrofahrzeugen werden folgen.
5. Warum die Region Berlin/Potsdam?
Berlin steht für Deutschland. Was hier passiert findet sowohl im Rest des Landes, als auch international Beachtung. Doch Berlin ist auch weit mehr als die hippe Hauptstadt. Berlin verfügt über ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz, das bis zu 3 Millionen Menschen pro Tag nutzen, sehr viele Haushalte haben kein eigenes Auto. Damit ist hier schon längst Alltag, was anderswo noch gelernt werden muss: Die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel bis hin zu multimodalen Wegeketten. Allseits bekannt ist auch, dass Berlin als Metropole im besonderen Umfang mit Umweltproblemen wie Feinstaub- und Lärmbelastung zu kämpfen hat. BeMobility – BerlinElektroMobil kann den Großstädtern zeigen, dass dies in Zukunft nicht so bleiben muss.
6. Wie hängt BeMobility – BerlinElektroMobil mit anderen Berliner Projekten zu e-Mobilität zusammen?
Neben den eigens für das Projekt aufgestellten Ladestationen können auch die bereits vorhandenen Stationen von RWE/Daimler und Vattenfall/BMW genutzt werden. Somit steht ein breites Netz öffentlich zugänglicher Ladestationen zur Verfügung.
7. Wodurch unterscheidet sich BeMobility - BerlinElektroMobil von den Projekten anderer Modellregionen?
Das Bundesverkehrsministerium hat im Juni 2009 im Rahmen seines Förderprogramms "Modellregionen Elektromobilität" acht Modellregionen in ganz Deutschland ausgewählt. Alle Projekte der Regionen beschäftigen sich mit der Erprobung und Marktvorbereitung von Elektrofahrzeugen im öffentlichen Raum, allerdings mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Das Projekt untersucht die umfassende Integration von Elektrofahrzeugen in den ÖPNV mittels Carsharing. Die Nutzer und ihre Bedürfnisse stehen hier im Mittelpunkt.
8. Wann beginnt, wann endet das Projekt?
Die Laufzeit von BeMobility – BerlinElektroMobil beträgt 2 Jahre und reicht bis August 2011.
9. Wann gibt es die ersten Fahrzeuge auf der Straße?
Im Herbst 2010 startet die Pilotphase mit bis zu 40 PKWs und 50 Pedelecs. Diese können an rund 20 innerstädtischen Stationen ausgeliehen werden. Bis zu 500 Erstnutzer sollen die Möglichkeit bekommen, Leihsystem, Ladestationen und Fahrzeuge auf Herz und Nieren zu testen.
Erste Elektrofahrzeuge (Citroen C1, Smart electric drive, Toyota Prius Plug-in Hybrid und Pedelecs) sind in Berlin bereits auf der Straße und können seit Anfang August ausgeliehen werden (am Hauptbahnhof, dem Hamburger Bahnhof und an der Französischen Straße). Die Stellplätze der Elektrofahrzeuge sind auf den Internetseiten von Flinkster/DB Carsharing leicht zu erkennen. Weitere Ausleihstationen werden in Kürze eröffnet – unter anderem an der Erprobungsplattform des Projektes um den Schöneberger Gasometer.
10. Wann gibt es erste Ergebnisse und wo finde ich die?
Die BeMobility - BerlinElektroMobil Seite im Internet liefert viele Hintergrundinformationen und beschreibt den aktuellen Stand des Projektes. Zudem steht die Erprobungsplattform auf dem EUREF-Campus am Schöneberger Gasometer ab Herbst 2010 allen Interessierten offen. Dort werden nicht nur verschiedene technische Komponenten getestet, sondern auch Forschungsstände und Ergebnisse veranschaulicht. Besuch nach Voranmeldung.
11. Welche Partner stehen hinter BeMobility – BerlinElektroMobil und was bringen sie in das Projekt ein?
Das Projekt ist eine Kooperation aus Wissenschaft und Wirtschaft, bei letzterem besonders Unternehmen im Verkehrsektor. Beteiligt sind die Deutsche Bahn, Bosch, Contipark, das DAI-Labor der TU Berlin, HaCon, das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ), RWE, SOLON, Vattenfall Europe und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB).
Die Vielzahl der Beteiligten macht die Komplexität der Aufgabe deutlich. Jeder einzelne Partner verfügt in seinem Feld über spezielles Know-how und erhebliche Erfahrungen. Das Projekt profitiert davon, z.B. indem Fachpersonal oder Technik bereit gestellt werden.
12. Wie wird das Projekt finanziert?
Das Projekt wird im Rahmen des BMVBS Programms „Modellregionen Elektromobilität“ gefördert. Doch auch die Partner bringen erheblich Anteile ein, z.B. in Form von finanziellen Mitteln, technischer Ausstattung, Sacheinlagen und Fachpersonal.
13. Ist der Strom bei BeMobility CO2-frei?
Der Einsatz von Elektrofahrzeugen macht ökologisch nur Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt, vor allem Sonne, Wind und Wasserkraft. Deshalb wird im Projekt BeMobility nur Öko-Strom getankt.

