Fragen & Antworten

Das Wichtigste zu BeMobility im Überblick

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um BeMobility geben einen Überblick zu Zielsetzung und Hintergründen des Projektes.


Projekt

1. Was war das Ziel von "BeMobility – BerlinelektroMobil" und wie wurde es umgesetzt?

2. Weshalb ist die Integration von Elektrofahrzeugen in den öffentlichen Verkehr so wichtig?

Fahrzeuge

3. Welche Elektrofahrzeuge kamen zum Einsatz?

Region

4. Warum die Region Berlin/Potsdam?

5. Wie hing das Projekt mit den anderen Berliner Projekten zur Elektromobilität zusammen?

6. Wie unterschied sich BeMobility von anderen Projekten der Modellregion Berlin-Potsdam?

Zeitrahmen

7. Wann begann, wann endete das Projekt?

8. Wann gab es die ersten e-Fahrzeuge auf der Straße, was kostet e-Carsharing und wo kann ich heute e-Carsharing nutzen?

9. Wann gibt es erste Ergebnisse und wo finde ich sie?

Weitere Fragen

10. Welche Partner standen hinter BeMobility und was brachten diese in das Projekt ein?

11. Wie wurde das Projekt finanziert?

12. War der Strom bei BeMobility CO2-frei?

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1. Was war das Ziel von "BeMobility – Berlin elektroMobil" und wie wurde es umgesetzt?

Das Ziel des Projektes war es, Elektrofahrzeuge in den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu integrieren und dadurch intelligente Mobilitätslösungen anzubieten, die flexibel, einfach und umweltgerecht sind. Damit das gelingt, brauchte es Antworten auf drei wichtige Fragen:

  • 1. Welche Bedürfnisse haben die Kunden?
  • 2. Wie lässt sich das Projekt technisch umsetzen?
  • 3. Wie lässt sich die Infrastruktur für die Fahrzeuge in die Stadt integrieren?

Die Begleitforschung von BeMobility - BerlinelektroMobil diente zur Beantwortung dieser Fragen. Dabei gliederte sich die Begleitforschung in drei Phasen: Labor, Entwicklung und Pilot:

In der Laborphase wurden mögliche Bedürfnisse der Nutzer herausgearbeitet und ana­lysiert. Auf dieser Basis wurden dann konkrete Mobilitätsprodukte entwickelt.

In der Entwicklungsphase wurde die notwendige Technik ausgiebig getestet (u.a. die der Ladesta­tionen). Mehrere Ladestationen wurden hierfür bereits im Zentrum Berlins aufgestellt. In der Plattform elektroMobilität fanden während des gesamten Projektes weitere Tests statt. Die Plattform elektroMobilität befindet sich auf dem Campus des Europäischen Energie Forums (EUREF) beim Gasometer Schöneberg.

In der Pilotphase wurden die Nutzererfahrungen und -akzeptanz erhoben. Potentiale und Pro­bleme einer Nutzung wurden ausfindig gemacht. Dazu konnten ab Herbst 2010 bis zu 40 Elektroautos ausgeliehen werden.

2. Weshalb ist die Integration von Elektrofahrzeugen in den öffentlichen Verkehr so wichtig?

Elektrofahrzeuge sind perfekte Stadtautos: Sie ergänzen den ÖPNV, sind darüber hinaus emissionsfrei (wenn mit Ökostrom betrieben) und leise. Doch in wichtigen Bereichen hinken sie noch hinter Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor hinterher. So sind Elektroautos wesent­lich teurer. Mit einer Reichweite von durch­schnittlich 100 km sind die Elektroautos zwar nicht für Langstrecken, aber durchaus für kurze bis mittlere Strecken bestens geeignet. Eine Vollladung kann bis acht Stunden benötigen und das Netz von Elektroladestationen ist noch nicht sonderlich dicht. Da Batterie und Kühlung der Elektrofahrzeuge noch viel Platz benö­tigen, ist der Laderaum der e-Autos meist eher klein.Die Integration von Elektrofahrzeugen in den ÖPNV kann die Stärken der verschiedenen Ver­kehrsträger kombinieren, so dass flexible, bequeme und umweltfreundliche Mobilität möglich wird. Die Kombination von Bahn, Elektro- und Hybridautos sowie (Elektro-) Fahrrädern als öffentliche Angebote erfordert allerdings, Mobilität neu zu denken, neu zu gestalten und vor allem: neu zu erfahren. Dazu hat BeMobility - BerlinelektroMobil seinen Beitrag geleistet.

3. Welche Elektrofahrzeuge kamen zum Einsatz?

Es wurden eine Reihe unterschiedlicher Pkws in das Projekt eingebracht, vom C1 Umbau­auto über den Smart electric drive und den Toyota Prius Plug-In Hybrid bis hin zum Citreon C-Zero. Darüber hinaus konnten MINI E für ca. drei Monate getestet werden.

 , Quelle: DB Fuhrpark Service GmbH

Fahrzeuge bei BeMobility (v.l.o.n.r.u.): C1, Prius PHV, Smart ed, C-Zero

4. Warum die Region Berlin-Potsdam?

Die Hauptstadtregion steht für Deutschland. Was hier passiert findet sowohl im Rest des Landes, als auch international Beachtung. Doch Berlin ist auch weit mehr als die hippe Hauptstadt. Berlin ver­fügt über ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz, das bis zu 3,5 Millionen Men­schen pro Tag nutzen, sehr viele Haushalte haben kein eigenes Auto. Damit ist hier schon längst Alltag, was anderswo noch gelernt werden muss: Die Nutzung verschiedener Verkehrs-mittel bis hin zu multimodalen Wegeketten. Allseits bekannt ist auch, dass Berlin als Metro­pole im besonderen Umfang unter Umweltproblemen wie Feinstaub- und Lärmbelastung leidet. BeMobility – BerlinelektroMobil konnte den Großstädtern zeigen, dass dies in Zukunft nicht so bleiben muss.

5. Wie hing BeMobility – Berlin elektroMobil mit anderen Berliner Projekten zu Elektromobilität zusammen?

Neben den eigens für das Projekt aufgestellten Ladestationen konnten auch die bereits vorhan­denen Stationen von RWE/Daimler und Vattenfall/BMW genutzt werden. Somit steht ein breites Netz öffentlich zugänglicher Ladestationen zur Verfügung.

6. Wie unterschied sich BeMobility von anderen Projekten der Modellregion Berlin-Potsdam?

Das Bundesverkehrsministerium hat im Juni 2009 im Rahmen seines Förderprogramms "Mo­dellregionen Elektromobilität" acht Modellregionen in ganz Deutschland ausgewählt. Alle Projekte der Regionen beschäftigen sich mit der Erprobung und Marktvorbereitung von Elek­trofahrzeugen, allerdings mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

In der Zeit von 2009 bis 2011 sind im Kontext des BMVBS-Förderprogramms in der Modellregion Berlin-Brandenburg mehrere Modellprojekte durchgeführt worden:

  • e-mobility Berlin: Fahrzeugaufbau und Erprobung von batterieelektrischen Pkw bei ausgewählten Flotten-, Geschäfts- und Privatkunden sowie Analyse des Fahrzeug­nutzungsverhaltens. Aufbau von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur
  • E-City Logistik: Erprobung elektrischer Nutzfahrzeuge und Logistikkonzepte zur Belieferung des Einzelhandels und von Privathaushalten mit dem Ziel, die verkehrlichen sowie die energie- und umweltseitigen Potenziale elektrisch angetriebener Nutzfahrzeuge im innerstädtischen Belieferungsverkehr zu demonstrieren
  • AUE-Mobility: Abschätzung von Gefahrenpotenzialen geräuscharmer E-Fahrzeuge und Betrachtung des Potenzials der Elektromobilität zur Lärmemissionsreduzierung
  • Umweltentlastungspotenziale batterieelektrischer Fahrzeuge: Untersuchung der zukünftigen Marktpotenziale von Elektrofahrzeugen für die private und gewerbliche Anwendung sowie die daraus resultierenden möglichen Umweltentlastungspotenziale im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung des Flottenversuchs „e-mobility“ mit batterieelektrischen Kleinwagen in Berlin.

Das Projekt BeMobility untersuchte die umfassende Integration von Elektrofahrzeugen in den ÖPNV im Rahmen des Carsharing. Die Nutzer und ihre Bedürfnisse standen hier im Mittelpunkt.

7. Wann begann, wann endete das Projekt?

BeMobility – Berlin elektroMobil wurde im September 2009 gestartet. Das Projekt endete nach 27 Monaten im November 2011.

8. Wann gab es die ersten e-Fahrzeuge auf der Straße, was kostet e-Carsharing und wo kann ich heute e-Carsharing nutzen?

Seit Sommer 2010 standen erste Elektroautos den Kunden zur Verfügung. Die Anzahl von Fahrzeugen und Carsharing-Stationen mit Ladeinfrastruktur wurden sukzessive ausgebaut. Zum Ende des Projektes standen 32 elektrische Carsharing-Autos an 15 Stationen. Bis zu 500 Erstnutzer sollen die Möglichkeit bekommen, Leihsystem, Ladestationen und Fahrzeuge auf Herz und Nieren zu testen.Im Carsharing entstehen durch die Nutzung von Elektroautos höhere Kosten als bei konventionellen Fahrzeugen. Elektrofahrzeuge sind deshalb bei Flinkster eine Fahrzeugklasse höher eingestuft als die konventionellen Vergleichsautos. Das Preissystem wurde von über 50 % der Testnutzer als attraktiv beurteilt, 45 % hielten es sogar für kostengünstig. In Berlin können Elektroautos bei Flinkster im bundeseinheitlichen sowie im Lokaltarif Berlin gebucht werden. Eine Übersicht zeigt die Preisliste.

 , Quelle: www.flinkster.de

Preise von Flinkster und e-Flinkster, Quelle: www.flinkster.de

Bild vergrößern: Preise von Flinkster und e-Flinkster, Quelle: www.flinkster.de

Die Stellplätze der Elektrofahrzeuge sind auf den Internetseiten von Flinkster - Mein Carsharing leicht zu erkennen (www.flinkster.de).

 , Quelle: BeMobility, Karte: DB Fuhrpark Service GmbH

e-Flinkster-Stationen bei BeMobility (Stand: 01.01.2012)

Bild vergrößern: e-Flinkster-Stationen bei BeMobility (Stand: 01.01.2012)

9. Wann gibt es erste Ergebnisse und wo finde ich die?

Die BeMobility – Berlin elektroMobil-Seite im Internet liefert viele Hintergrundinforma­tionen und beschriebt den aktuellen Stand des Projektes. Zudem steht die Erprobungsplatt­form auf dem EUREF-Campus am Schöneberger Gasometer seit Herbst 2010 allen Interes­sierten offen. Dort werden nicht nur verschiedene technische Komponenten getestet, sondern auch Forschungsstände und Ergebnisse veranschaulicht (Besuch nach Voranmeldung).

 , Quelle: Quelle: InnoZ GmbH, Foto: Kai Abresch

Plattform elektroMobilität, Foto: Kai Abresch

10. Welche Partner standen hinter BeMobility – Berlin elektroMobil und was brachten sie in das Projekt ein?

BeMobility umfasste viele Partner, die unter Führung der Deutschen Bahn gemeinsam an der Integration von Elektrofahrzeugen in den öffentlichen Verkehr arbeiteten.

Die Bandbreite der Projektbeteiligten reichte von Unternehmen der Energiewirtschaft (RWE, Vattenfall, DB Energie) und dem Solarunternehmen Solon über Bosch, Toyota, den Parkhausbetreiber Contipark und DB BahnPark bis zu den Informationsdienstleistern HaCon und dem DAI-Labor der TU Berlin.

Außerdem waren GASAG, NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg GmbH, Schneider Electric und das Reiner Lemoine Institut assoziierte Partner. Sie unterstützten vor allem beim Aufbau und der Steuerung eines Micro Smart Grid auf dem EUREF-Campus.

Weiterhin waren sowohl der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg als die S-Bahn Berlin sowie DB FuhrparkService und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Projektpartner. Für den internationalen Wissensaustausch war die London School of Economics and Political Science eingebunden. Technisch wurde das Projekt durch den TÜV Hessen, wissenschaftlich und koordinativ durch das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) unterstützt.

Konsortialpartner und assoziierte Partner des Projekts BeMobility, Quelle: Eigene Darstellung und Firmenlogos der Partner

Konsortialpartner und assoziierte Partner des Projekts BeMobility

11. Wie wurde das Projekt finanziert?

Das Projekt wurde im Rahmen des BMVBS Programms „Modellregionen Elektromobilität“ gefördert. Doch auch die Partner brachten erhebliche Anteile ein, z.B. in Form von finanziellen Mitteln, technischer Ausstattung, Sacheinlagen und Fachpersonal.

12. War der Strom bei BeMobility CO2-frei?

Der Einsatz von Elektrofahrzeugen macht ökologisch nur Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt, vor allem Sonne, Wind und Wasserkraft. Deshalb wurde im Projekt BeMobility nur zertifizierter Öko-Strom geladen, was auch über das Projekt hinaus für alle e-Flinkster beibehalten wird.

zertifikate übersicht, Quelle: bemobilität

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Letzte Aktualisierung: 25.01.2012
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