Projektziele und Vorgehen
Integration einer Elektrofahrzeugflotte in den öffentlichen Verkehr
Überspringen: Integration einer Elektrofahrzeugflotte in den öffentlichen VerkehrDas Forschungsprojekt BeMobility – Berlin elektroMobil hatte eine Laufzeit von 27 Monaten; es dauerte von September 2009 bis November 2011. In diesem Rahmen haben Partner aus der Energiewirtschaft, Automobilindustrie, dem ÖPNV, Parkhausbetreiber und Informationsdienstleister sowie Stakeholder aus Politik und Verwaltung daran gearbeitet, neue multimodale Mobilitätskonzepte zu etablieren und Elektrofahrzeuge in den öffentlichen Verkehr zu integrieren.
Konkreter Kern des Vorhabens war die technische und wirtschaftliche Einbindung von Elektrofahrzeugen in den öffentlichen Personenverkehr sowie der Betrieb einer öffentlichen und integrierten elektrischen Fahrzeugflotte in Berlin. Es sollten Elektroautos im Flottenbetrieb unter realen Bedingungen getestet werden. Das öffentliche Angebot der Elektroautos sollte dabei über ein Carsharing-System erfolgen. Eingebettet in ein multimodales Konzept sollten Nutzer die Systemvorteile mehrerer Verkehrsmittel bestmöglich verbinden: umweltfreundliche Elektrofahrzeuge auf der Straße in Kombination mit der dauerhaften Verfügbarkeit und unbeschränkten Reichweite im öffentlichen Verkehr.
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Die Integration unterschiedlicher Mobilitätsdienstleistungen, der Fahrzeuge und Infrastruktur (Ladestationen, Parkplätze) sowie der Informationssysteme zu erbringen, war Kern von BeMobility. Im Mittelpunkt stand die Anforderung, Mobilität ökologisch nachhaltig sowie einfach, flexibel und bezahlbar zu organisieren. Dem Kunden sollten unterschiedliche Verkehrsträger zur Auswahl angeboten und möglichst einfache Übergange zwischen ihnen ermöglicht werden.
Im Einzelnen wurde im Rahmen des Vorhabens geprüft, ob eine Integration
- technisch funktioniert,
- tatsächlich nachgefragt wird,
- die Leistung des öffentlichen Personenverkehrs verbessern kann sowie
- städtebaulich realisierbar ist.
Die praxisnahe Erprobung von Einzelmodulen und ihre Überführung in ein integriertes System waren hochkomplex. Die Erprobung und Demonstration erfolgte daher in mehreren Projektphasen.
In der ersten Phase (Laborphase) wurden Bedürfnisse der Nutzer analysiert und in Mobilitätsprodukte überführt. Gleichzeitig wurden technische Schnittstellen entwickelt und Anforderungen an die Infrastruktur und Fahrzeugflotte festgelegt. Als zentrale Anlauf- und Erprobungsstelle wurde die Plattform elektroMobilität auf dem EUREF-Campus am ehemaligen Gasometer in Berlin-Schöneberg für das Projekt entwickelt und Mitte 2010 bezogen.
Im August 2010 startete die Entwicklungsphase, in der erste Vermietstationen im städtischen Raum in Betrieb genommen sowie erste Elektro- und Hybridfahrzeuge von Kunden erprobt werden konnten. Die erste und größte Station war auf der Plattform elektroMobilität. Hier wurde nicht nur gemeinsam an den Mobilitätskonzepten und Kundenprozessen gearbeitet, sondern auch das Funktionieren der zahlreichen technischen Schnittstellen (Auto – Ladeinfrastruktur – Energienetz) getestet.
Mit der Pilotphase im Sommer 2011 startete der Demobetrieb. Der vollständige Projektumfang in Bezug auf die Fahrzeugflotte, Entleihstandorte, das Informationssystem (BeMobilitly-Suite) sowie integrierte Angebote (Mobilitätskarte) wurde getestet und ausgewertet.
Letzte Aktualisierung: 18.01.2012
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